Die Aussagen von den Experten:

  • Die Infektionswelle mit COVID-19 wird so gut wie die ganze schweizerische Bevölkerung treffen, wir können unbesorgt sein: Wir kommen alle dran!

  • Die Krankheitsverläufe sind die folgenden

A) Mild, die Betroffenen liegen zuhause und kurieren das aus, analog einer Influenza.

B) Betroffene werden hospitalisiert, können aber ohne Intensivmedizin kuriert werden.

C) Betroffene werden hospitalisiert, brauchen für die Heilung jedoch Intensivmedizin.

D) Betroffene werden hospitalisiert und sterben trotz intensivmedizinischer Betreuung.

 Herr Koch vom BAG hat mit unendlicher Geduld und schon fast mantrahaft wiederholt:

  • Das Problem sind die beschränkte Kapazität der Intensivmedizinstationen in den Spitälern, die beschränkte Verfügbarkeit des Pflegepersonals und die beschränkt vorhandenen Beatmungsgeräte.
  • Deshalb will er die Infektionswelle 'verlangsamen', d.h. dafür sorgen, dass nicht allzuviele Personen zum gleichen Zeitpunkt krank sind und damit eben potentiell Spitalplätze und Spitalpflege beanspruchen.

Um welche Fälle geht es also?

Es geht also um die Fälle unter C) und D) in der Liste oben. Diese (nicht im voraus unterscheidbaren) Fälle machen einen heute noch nicht definitiv bekannten Anteil an der Gesamtmenge der infizierten Personen aus, wenn wir also die Anzahl der Fälle unter C) und D) klein halten wollen, müssen wir vor allem A) klein halten, denn die A)-Fälle machen ca. 80% der Gesamtmenge aus.

Was erreichen wir mit den 'Bremsmassnahmen' ?

Die A) und die B) Fälle können als ungefährdet betrachtet werden, mühsam, aber alles kommt gut.

Anders sieht es für die C) und D) Fälle aus:

Ohne Verteilung über die Zeit: Es werden Personen sterben, bei welchen eine Heilung möglich gewesen wäre.

Mit Verteilung über die Zeit haben wir die Chance, dass dies nicht oder in viel geringerem Ausmass passiert.